Warum ich meine Wellensittiche bevorzugt in Gruppen vermittle

Ein einzelner Welli kann noch so sehr an einem Menschen hängen – er bleibt trotzdem ein Schwarmvogel, der Schwarmverhalten, Rangordnung und arttypische Interaktionen braucht.

Je mehr Artgenossen, desto besser – ich vermittele daher am liebsten in Gruppen ab vier.

Mehr Details – z. B. warum 4, was wenn nur 2 möglich ist, etc. – findest du im FAQ weiter unten.

Vererbungslehre, Forschung & Verantwortung

Mich fasziniert die Vererbungslehre – und die Frage, was passiert, wenn bestimmte Gene aufeinandertreffen. Welche Farben und Farbschläge können entstehen? Welches Geschlecht haben die Küken? Welche Merkmale werden sichtbar und welche bleiben verborgen?

Genau dieses Zusammenspiel finde ich unglaublich spannend. Jede Verpaarung ist ein kleines Stück weit eine Überraschung und ich freue mich jedes Mal darauf zu sehen, was am Ende im Nistkasten sitzt.

Am liebsten würde ich sie natürlich alle behalten. Aber irgendwann sind die räumlichen Möglichkeiten ausgeschöpft – und dann möchte ich für meine Nachzuchten ein Zuhause finden, das meinen eigenen Ansprüchen an die Haltung entspricht.

Mehr soziale Kontakte

Mehr Möglichkeiten für Freundschaften, Spiel und Kommunikation.

Freie Partner-Wahl

Die Wellis können selbst entscheiden, mit wem sie Zeit verbringen möchten.

Mehr Beschäftigung, aber auch mehr Ruhe

Gemeinsam spielen, beobachten, kommunizieren und aktiv sein. Oder einfach Ruhe genießen.

Entspannter im Alltag & Urlaub

Auch wenn der Mensch einmal nicht zuhause ist, sind die Wellis nicht allein.

Wie es bei mir begann

18.1.2001

🐦🐦 Erste 2 eigene Wellis

So hat alles angefangen, mit Chef und Minka.

18.1.2001
Bis August 2001

💔 Einer bleibt zurück

Und plötzlich war es nur noch Chef. 🙁

Bis August 2001
Bis August 2001

🐦 + 🐦🐦

Statt einem neuen, kamen 2 neue Wellis dazu, Blizzi und Isay.
Aus der Paarhaltung wurde eine kleine Gruppe.

Bis August 2001
bis vor 2002

🏡 Erste eigene Innen-Voliere

bis vor 2002
Bis vor 2003

🐦🐦💔🐦+🐦 Gizmo für Isay

Aufgrund der ständigen Turteleien zwischen Chef und Blizzi, saß Isay irgendwie nur noch traurig in der Ecke. Na ja, leicht übertrieben, aber sie musste sich tatsächlich sehr oft selbst beschäftigen. Aus diesem Grund dachte ich mir, ein weiterer Freund muss her. Also zog Gismo ein.

Bis vor 2003
2003-irgendwann

🐦🐦🐦🐦🐦🐦🐦🐦🐦🐦🐦🐦🐦 × 13

Darauf folgten weitere. Zu Spitzenzeiten waren es 13 Wellis (und 2 Nymphensittiche)

2003-irgendwann
2026

💚 Heute

Ich weiß aus eigener Erfahrung, was Gruppenhaltung bedeutet – und worauf man achten muss.

2026

FAQ

zur Gruppenhaltung

Mein persönliches Fazit

Ich möchte niemandem vorschreiben, wie viele Wellensittiche er halten sollte.

Aber ich möchte erklären, warum ich meine Nachzuchten bevorzugt in Gruppen abgebe und warum ich bei der Vermittlung genauer hinschaue.

Ich habe selbst mit zwei Wellis angefangen.

Ich habe erlebt, wie es ist, wenn einer stirbt.

Ich habe erlebt, wie aus zwei Wellis irgendwann eine Gruppe wurde.

Und ich habe erlebt, was es bedeutet, viele Wellensittiche im eigenen Zuhause zu halten – inklusive der Verantwortung für Platz, Reinigung, Luftqualität und die eigene Gesundheit.

Deshalb möchte ich heute meinen Zuchtvögeln und Nachzuchten möglichst das bieten, was ich selbst für ein gutes Wellensittichleben halte:

Artgenossen.
Soziale Wahlmöglichkeiten.
Bewegung.
Beschäftigung.
Ausreichend Platz.
Und ein Zuhause, das dauerhaft zu ihnen passt.


Ich züchte, weil mich die Genetik begeistert.

Ich gebe Wellis ab, weil ich nicht alle behalten kann.

Und ich gebe sie mit gutem Gewissen ab, wenn ich das Gefühl habe, dass sie in ihrem neuen Zuhause bessere oder mindestens ebenso gute Voraussetzungen bekommen, wie ich sie mir für meine eigenen Tiere wünsche.

Denn wenn schon eines meiner kleinen „Forschungsprojekte“ bei mir schlüpft, dann soll daraus am Ende vor allem eines werden:
ein glücklicher Welli. ♥

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