FAQ Übersicht
Du hast Fragen zu meinen Wellis? Hier findest du alle bisherigen FAQs rund um Haltung, Zucht und Vermittlung.
Fehlt dir noch eine Antwort? Dann kannst du mir weiter unten gerne deine eigene Frage stellen. 😊
In der Regel dürfen meine Jungvögel frühestens mit 8 Wochen ausziehen – vorausgesetzt, sie sind futterfest, vollständig selbstständig und fit und munter.
In Ausnahmefällen ist ein Umzug bereits mit 7 Wochen möglich, wenn im neuen Zuhause eine größere Welli-Gruppe lebt, an der sich der Jungvogel orientieren kann. Natürlich müssen auch dann die Futterfestigkeit und die soziale Entwicklung stimmen. Denn jeder Welli soll gut vorbereitet in sein neues Zuhause starten. 😊
Fotos können täuschen: Licht, Kamera und Bildschirm verändern die Farben, sodass ein Welli in Wirklichkeit ganz anders wirken kann als auf dem Bild. Auch sein Wesen lässt sich auf Fotos kaum einschätzen.
Erfahrungsgemäß fällt die Entscheidung vor Ort zudem häufig anders aus als anhand von Fotos erwartet. Deshalb empfehle ich dir, die Wellis persönlich zu besuchen. So kannst du ihre Farben im Tageslicht erleben, ihr Verhalten beobachten und herausfinden, welcher Vogel wirklich zu dir passt. Schließlich sollen Mensch und Welli zusammenpassen – und manchmal entscheiden die Wellis ja auch ein bisschen mit. 😊
Unter „Aktuelles“ findest du außerdem Fotos einiger Wellis, die aktuell zur Abgabe stehen. So kannst du dir schon einmal einen ersten Eindruck verschaffen. Bitte beachte dabei, dass die Farben auf Fotos von der tatsächlichen Wirkung abweichen können.
Bei meinen Wellis gibt es unterschiedliche Zahmheitsstufen – von eher zurückhaltend bis sehr zutraulich. Welche Vögel gerade besonders zahm sind, verändert sich immer wieder: Die zutraulichsten finden meist schnell ein neues Zuhause, und mit der Zeit rücken andere nach.
Der Vorteil: Auch scheuere Wellis werden in meiner Gruppe oft schnell zutraulicher. Vögel, die bereits etwas Vertrauen gefasst haben, brauchen häufig gar nicht mehr viel Zeit und Geduld, um noch zahmer zu werden. So hast du die Chance, auch mit einem etwas zurückhaltenderen Welli eine tolle Basis für eine vertrauensvolle Beziehung zu schaffen.
Gut zu wissen: Bereits vorhandene Wellis beeinflussen die Entwicklung mit. Zutrauliche Artgenossen können Mut machen, während eine sehr scheue Gruppe den Prozess manchmal etwas verlangsamt.
Je zutraulicher ein Welli bereits ist, desto höher ist in der Regel auch sein Preis. Wer etwas Geduld mitbringt, kann also durchaus einen günstigeren Welli finden, der mit ein wenig weiterer Beschäftigung ebenfalls sehr zutraulich wird. 😊
Ja, sehr gerne! 😊 Bei einem Besuch kannst du meine Wellis live erleben, ihre Farben im Tageslicht bestaunen und ihr Verhalten beobachten. Bestimmt entdeckst du dabei sogar einen Welli, der dir besonders gut gefällt – und manchmal entscheiden die Wellis ja auch ein bisschen mit.
Ein besonderes Highlight ist unser Welli-Erlebnis-Bad, bei dem du die kleinen Federbälle in ihrem Element erleben kannst.
FAQ zur Welli-Gruppenhaltung
Die häufigsten Fragen und meine Antworten. Weitere Infos unter Gruppenhaltung.
Ich würde niemals sagen, dass zwei Wellensittiche grundsätzlich keine gute Haltung darstellen.
Ein Welli sollte nicht allein gehalten werden. Zwei sind also definitiv besser als einer.
Aber zwischen „zwei Wellis“ und einer kleinen Gruppe gibt es einen Unterschied.
In einer Gruppe haben die Tiere mehr Möglichkeiten für soziale Kontakte und können ihre Beziehungen stärker selbst wählen.
Und genau das möchte ich besonders meinen selbstgezogenen Schützlingen nach Möglichkeit ermöglichen.
Der Nachteil ist nicht automatisch die Anzahl zwei.
Es kann vielmehr die Konstellation sein.
Wenn zwei Wellis miteinander leben, sind sie zwangsläufig sehr stark aufeinander angewiesen.
Aber was passiert, wenn die Chemie nicht richtig stimmt?
Vielleicht verstehen sie sich grundsätzlich. Vielleicht sitzen sie nebeneinander, weil sie keine andere Möglichkeit haben. Aber vielleicht ist einer der beiden deutlich aufdringlicher, während der andere lieber seine Ruhe hätte.
In einer Gruppe gibt es mehr Möglichkeiten, auszuweichen und andere soziale Kontakte zu suchen.
Das bedeutet nicht, dass jede Zweierhaltung schlecht funktioniert. Es bedeutet, dass eine Gruppe mehr Wahlmöglichkeiten bietet.
Ja – und das ist auch schön.
Eine Gruppenhaltung bedeutet nicht, dass plötzlich jeder Welli mit jedem Welli gleich eng verbunden ist.
Auch in einer Gruppe können sich feste Paare, beste Freunde und ganz besondere Beziehungen entwickeln.
Der Unterschied ist: Die Wellis können ihre Beziehungen selbst wählen.
Und wenn ein Vogel gerade einmal keine Lust auf seinen Partner hat, gibt es andere Möglichkeiten.
Nein, Gruppenhaltung und Zahmheit schließen sich nicht aus.
Ein Welli kann auch in einer Gruppe sehr zutraulich sein und eine enge Beziehung zu seinem Menschen aufbauen.
Der entscheidende Unterschied ist: Der Mensch muss nicht gleichzeitig der Ersatz für einen Artgenossen sein.
Der Welli darf Mensch und Wellis haben.
Und genau das finde ich viel schöner.
Der Zahmheit schadet die Gruppenhaltung nicht. ♥
Ja.
Und genau das ist für mich kein Nachteil. 😉
Ich möchte, dass meine Wellis mich mögen und mir vertrauen.
Aber ich möchte nicht, dass ein Welli auf mich angewiesen ist, weil ich sein einziger sozialer Kontakt bin.
Wenn ich arbeite, schlafe, unterwegs oder im Urlaub bin, können die Vögel trotzdem miteinander kommunizieren, spielen, sich putzen und beschäftigen.
Das ist für mich ein großer Vorteil.
Das ist einer der Punkte, die ich aus eigener Erfahrung kenne.
Wenn zwei Wellis zusammenleben und einer stirbt, bleibt der andere zunächst allein zurück.
Und plötzlich entsteht ein gewisser Zeitdruck:
Es muss ein neuer Partner her.
Bei einer Gruppe ist die Situation anders.
Natürlich kann auch ein Welli in einer Gruppe um seinen Partner trauern. Aber er wacht nicht gleichzeitig als Einzelvogel auf.
Er hat weiterhin Artgenossen um sich.
Man kann sich deshalb in Ruhe Gedanken machen, ob und wann ein weiterer Vogel einziehen soll.
Nein.
Eine Gruppe muss natürlich nicht einfach immer weiter wachsen.
Die Anzahl der Vögel muss zu den vorhandenen Räumlichkeiten, zum Platzangebot und natürlich auch zum Menschen passen.
Gruppenhaltung bedeutet nicht, möglichst viele Tiere auf möglichst wenig Raum zu setzen.
Natürlich bedeutet jeder zusätzliche Welli zusätzliche Verantwortung.
Aber viele Dinge werden nicht proportional zur Anzahl der Vögel schwieriger.
Ob ich beispielsweise eine oder mehrere Futterschalen kontrolliere, die Voliere reinige oder Futter vorbereite, gehört ohnehin zum Alltag.
Und ich finde, dass eine Gruppe viele Dinge auch entspannter machen kann.
Die Wellis haben miteinander Beschäftigung und soziale Kontakte, anstatt dass der Mensch permanent Unterhaltung bieten muss.
Natürlich braucht eine Welligruppe auch im Urlaub eine zuverlässige Betreuung.
Aber die Vögel haben ihre Artgenossen und sind nicht darauf angewiesen, dass ein Mensch sie ständig beschäftigt.
Gerade bei einem einzelnen Vogel oder einer sehr kleinen Konstellation kann der Mensch schnell einen sehr großen Teil des sozialen Lebens ausmachen.
In einer Gruppe können die Wellis auch dann ihr normales Sozialleben weiterführen, wenn ihr Mensch einmal nicht zuhause ist.
Eine Gruppe macht einen Welli nicht automatisch gesund und ersetzt selbstverständlich weder gute Ernährung noch ausreichend Platz, Hygiene oder tierärztliche Versorgung.
Aber Bewegung, Beschäftigung und soziale Interaktion gehören zu einer guten Wellensittichhaltung dazu.
Eine Gruppe kann dazu beitragen, dass die Vögel mehr miteinander interagieren, sich bewegen und beschäftigt sind.
Und ausreichend Bewegung ist gerade bei Wellensittichen wichtig, da Bewegungsmangel und Übergewicht problematisch sein können.
Für mich gehört deshalb zur guten Haltung immer das Gesamtpaket:
Artgenossen + Platz + Bewegung + Beschäftigung + geeignete Ernährung + gute Luft + regelmäßige Beobachtung der Tiere.
Auch ein Welli in einer perfekten Haltung kann krank werden.
Aber es gibt einen anderen Punkt, der häufig vergessen wird:
Wenn einer von zwei Wellis stirbt, entsteht möglicherweise sehr schnell die Notwendigkeit, einen neuen Partner zu suchen.
In einer Gruppe besteht dieser unmittelbare Druck nicht.
Und das kann auch finanziell und organisatorisch entspannter sein, weil man nicht innerhalb kürzester Zeit eine Entscheidung treffen muss, nur damit der verbliebene Vogel nicht allein ist.
Je mehr Vögel in einem Raum leben, desto wichtiger wird es, die Luftqualität und Staubbelastung im Blick zu behalten.
Wellensittiche produzieren unter anderem Federstaub und Schmutz.
Deshalb empfehle ich bei größeren Gruppen, über einen geeigneten Luftreiniger nachzudenken. Sollten bereits schon Allergien vorhanden sein, auch schon sofort. Die Geräte helfen auch super gegen Pollen und andere Allergene.
Die Preise sind inzwischen auch deutlich erschwinglicher geworden und je nach Zimmergröße gibt es passende Größen.
Dabei geht es nicht darum, eine bestimmte Anzahl als starre Grenze festzulegen. Die räumlichen Gegebenheiten, die Lüftung und auch die Empfindlichkeit der Menschen im Haushalt spielen eine große Rolle.
Ich selbst kenne das Thema Allergien und Atemwege übrigens auch aus eigener Erfahrung und weiß deshalb, dass die Gesundheit der Menschen im Haushalt genauso berücksichtigt werden muss wie die der Vögel.
Tierhaltung funktioniert nur dann gut, wenn sie für Mensch und Tier dauerhaft machbar ist.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten.
Gerade bei Allergien oder Atemwegsproblemen sollte man sehr genau darauf achten, wie man persönlich auf die Vögel, den Federstaub und die Haltung reagiert.
Eine gute Lüftung, regelmäßige Reinigung und gegebenenfalls ein geeigneter Luftreiniger können helfen, ersetzen aber keine individuelle medizinische Einschätzung.
Deshalb würde ich hier niemals sagen: „Kein Problem, das geht immer.“
Die eigene Gesundheit sollte bei der Planung einer Welligruppe unbedingt mit berücksichtigt werden.
Weil ich die Möglichkeit schön finde, dass Wellis, die sich bereits gut verstehen, gemeinsam umziehen dürfen.
Außerdem kann ich dadurch bei der Zusammenstellung besser berücksichtigen, welche Tiere charakterlich und sozial zueinander passen.
Ich schaue also nicht nur:
„Welche Farbe möchtest du?“
Sondern auch:
„Welche Wellis passen zu deiner vorhandenen Gruppe und welche Kombination könnte für die Tiere gut funktionieren?“
Farbe und Farbschlag sind natürlich spannend – gerade weil ich selbst so viel Freude an Genetik habe.
Aber am Ende steht für mich das Wohl des einzelnen Wellis über Optik und Ego.
Weil ich sonst irgendwann keinen Platz mehr hätte.
Wenn es nur nach mir ginge, würde ich alle meiner Nachzuchten einfach behalten.
Aber genau das wäre irgendwann keine verantwortungsvolle Haltung mehr.
Ich möchte lieber weniger Vögel in einer guten Haltung haben, als immer weiter Tiere zu behalten und irgendwann an die Grenzen des Platzes zu kommen.
Deshalb gehört die Abgabe für mich zur Zucht dazu.
Und gerade weil ich mich von meinen Nachzuchten nicht einfach nur „trenne“, sondern sie wirklich ins Herz schließe, ist mir wichtig, dass sie ein gutes Zuhause bekommen.
Das stimmt natürlich.
Und genau deshalb ist es mir wichtig zu erklären, warum ich überhaupt züchte.
Ich züchte nicht, weil ich möglichst viele Wellensittiche produzieren möchte.
Mich interessiert die Genetik dahinter.
Welche Verpaarung bringt welche Farben hervor? Welche Gene werden sichtbar? Was trägt ein Vogel vielleicht verdeckt? Welches Geschlecht haben die Küken? Welche Kombinationen funktionieren und welche Überraschungen sitzen plötzlich im Nistkasten?
Das ist für mich unglaublich spannend.
Aber mit jeder Zucht entstehen Lebewesen, für die ich Verantwortung trage.
Deshalb endet meine Verantwortung für mich auch nicht mit dem Ausfliegen des Kükens.
Ich möchte, dass auch das spätere Zuhause zu dem Anspruch passt, den ich an meine eigene Haltung habe.
Nein.
Das möchte ich ausdrücklich nicht behaupten.
Zwei Wellensittiche sind besser als Einzelhaltung und können durchaus eine harmonische Haltung bilden.
Wenn die räumlichen Möglichkeiten eine größere Gruppe nicht zulassen, ist eine gute Paarhaltung einer überfüllten Gruppe selbstverständlich vorzuziehen.
Meine persönliche Haltung ist einfach:
Wenn die Voraussetzungen für eine Gruppe vorhanden sind, möchte ich meinen Wellis diese zusätzlichen sozialen Möglichkeiten gerne bieten.
Paarhaltung ist für mich das Minimum.
Gruppenhaltung ist das, was ich meinen eigenen Wellis nach Möglichkeit ermöglichen möchte.
Deine Frage fehlt?
![]()
